Mähroboter: Gefahr für Igel und andere Kleintiere
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, der Frühling ist da und viele Mähroboter sind wieder im Einsatz. Was praktisch für uns ist, wird leider oft zur tödlichen Falle für Igel und andere Kleintiere. Die Stadt Dietenheim möchte Sie deshalb bitten, beim Einsatz Ihres Mähroboters auf unsere heimischen Wildtiere Rücksicht zu nehmen. Warum sind Igel besonders gefährdet?Igel sind nachtaktiv und gehen erst in der Dämmerung auf Nahrungssuche. Wenn sie auf einen Mähroboter treffen, flüchten sie nicht – sie rollen sich ein und bleiben liegen. Das ist ihr natürlicher Schutzreflex. Leider erkennen die meisten Mähroboter die zusammengerollten Tiere nicht als Hindernis und überfahren sie. Die Folgen sind oft tödlich: Tiefe Schnittwunden, schwere Verletzungen oder amputierte Gliedmaßen. Viele verletzte Igel verkriechen sich dann unbemerkt und sterben qualvoll.Das Veterinäramt und das Amt für Forst und Naturschutz im Landratsamt Alb-Donau-Kreis melden seit Jahren steigende Zahlen verletzter Igel. Studien zeigen: Fast die Hälfte der verletzten Tiere stirbt an den Folgen. Besonders gefährlich ist der Betrieb in der Dämmerung und nachts. Igel sind geschützt und nützlichIgel stehen unter Naturschutz und ihre Bestände gehen leider immer weiter zurück. Dabei sind sie richtig nützliche Gartenhelfer: Sie fressen Schnecken, Käfer und andere Schädlinge. Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie Ihren Garten igelfreundlich gestalten und gleichzeitig von ihren Diensten profitieren. So schützen Sie Igel und andere Tiere: Nur tagsüber mähen: Schalten Sie Ihren Mähroboter nur tagsüber ein und lassen Sie ihn spätestens bei Einbruch der Dämmerung aus. Igel sind nachts unterwegs! Garten vorher kontrollieren: Schauen Sie vor jedem Mähen unter Büschen und Hecken nach, ob sich Tiere im Garten aufhalten. Muss es wirklich ein Mähroboter sein? Überlegen Sie, ob nicht auch ein normaler Rasenmäher oder eine Sense ausreicht. Das ist tierfreundlicher und oft auch umweltschonender. Wilde Ecken zulassen: Lassen Sie Bereiche mit hohem Gras, Laubhaufen oder Totholz stehen. Das sind wichtige Rückzugsorte für Igel und andere Kleintiere. Natürlich gärtnern: Verzichten Sie auf Gift und Schneckenkorn. Schaffen Sie stattdessen naturnahe Bereiche – Igel werden es Ihnen mit weniger Schnecken danken!
Verletzte Igel gefunden?Wenn Sie einen verletzten Igel finden, können Sie sich an den Igelhilfeverein e.V. wenden (www.igelhilfeverein.de) oder eine örtliche Igel-Auffangstation kontaktieren. Gemeinsam für unsere NaturWir bitten Sie herzlich um Ihre Mithilfe beim Schutz unserer heimischen Tierwelt. Jeder Beitrag zählt! Mit ein wenig Rücksicht können wir gemeinsam dafür sorgen, dass Igel und andere Kleintiere in Dietenheim eine Zukunft haben. Ihre Stadtverwaltung Dietenheim
