Illegal errichtete Mountainbikestrecke und Pfade an der „Halde“ und der „Römerschanze“ wurden seitens der Forstverwaltung (ForstBW) beseitigt

Illegal errichtete Mountainbikestrecke und Pfade an der „Halde“ und der „Römerschanze“ wurden seitens der Forstverwaltung (ForstBW) beseitigt

Der Wald an der „Halde“ und der „Römerschanze“ zwischen Dietenheim und Regglisweiler ist keine Rennstrecke für Mountainbikes und kein Pferdeparcours. Ihm kommt insbesondere mit Blick auf den Naturschutz eine besondere Bedeutung zu.
Aufgrund einer Verordnung (§§32 Abs.6 und 36 Abs. 1 Landeswaldgesetz in der Fassung vom 31.8.1995 [GBI. S. 685], zuletzt geändert am 19.11.2002 (GBI. S. 428]) vom 19.Dezember 2003 wurden Teile der „Halde“ zum Schonwald erklärt. Er hat eine Größe von 16,9 ha.
Wesentlicher Schutzzweck (Auszug): Erhalt der artenreichen und naturnahen, oft strauchreichen Laubwaldgesellschaften mit artenreicher Bodenvegetation. Habitatsicherung für die im jeweiligen Laubwald typischen und seltenen Arten von Flora und Fauna. Verboten ist (Auszug): Standorte bes. geschützter Pflanzen und wild lebender Tiere an ihren Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten durch Aufsuchen, z.B. zum Fotografieren/Filmen o.Ä. zu beeinträchtigen oder zu stören.
Weiterhin haben Teile der „Halde“ den Schutzstatus eines Waldrefugiums (außer Verkehrssicherung keine Nutzung). Daraus resultierend ergeben sich hohe Anteile von stehendem und liegendem Totholz. Totholzanteile stellen für den Waldbesucher eine besondere Gefährdung dar, lassen aber ein gleichermaßen wertvolles wie auch fragiles Ökosystem entstehen.
Allgemein gilt: Nach Landeswaldgesetz §37 darf der Wald zu Zwecken der Erholung betreten werden. Dies geschieht grundsätzlich auf eigene Gefahr. Nicht gestattet ist jedoch das Radfahren außerhalb befestigter Wege (Weg muss zudem über 2m breit sein) und das Reiten (Weg muss über 3m breit sein).
Die vorgenannten Verstöße stellen eine Ordnungswidrigkeit dar.
Dem Erhalt und der Entwicklung eines hochwertigen Ökosystems sollte insbesondere in vergleichsweise dicht besiedelten Landschaften eine besondere Stellung eingeräumt werden. Pflanzen, Tiere und letztlich der Mensch profitieren von solchen „Oasen“. Es wäre wünschenswert wenn in Zukunft die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz unserer Natur mehr Beachtung finden würden.